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25.05.2022: TV-Tipp: Jaenicke ist Botschafter der Schweine

Nach Orang-Utans, Delfinen, Lachsen und Wölfen widmet sich Hannes Jaenicke in seiner neuesten ZDF-Doku nun dem Schwein. Das Anliegen des Schauspielers und Umweltaktivisten ist die Widerlegung zahlreicher Unwahrheiten über Schweine. Denn nur wenigen Menschen ist bekannt, dass die Borstentiere äußerst intelligent sind und im Vergleich zu Hunden wesentlich schneller lernen. Jaenicke bemängelt, dass Schweine meist nur zur Befriedigung unseres Appetits gemästet werden, und das in stinkigen Großställen und mit viel zu
wenig oder gar keinem Auslauf. „Ich bin seit vierzig Jahren Vegetarier, sehe Schweine also eher als witzige, hochintelligente Tiere und als Glückssymbol und nicht als Billigprodukt aus Qualzucht an einer Fleischtheke“, so Jaenicke. Der Umweltschützer wünscht sich, dass jeder seinen Fleischkonsum überdenkt und Schweinen mit mehr Achtung begegnet. „Im Einsatz für das Schwein” wird am 31. Mai 2022 um 22.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Bereits ab dem kommenden Montag kann die Doku in der ZDF Mediathek angesehen werden.

25.05.2022: Genomische Vielfalt bei Marderartigen

Marderartige konnten sich im Laufe der Evolution besonders gut an Veränderungen anpassen. Dazu gehören neben der Ernährung auch die Fortpflanzung und der Körperbau. Den Grund für diese besondere Anpassungsfähigkeit sehen WissenschaftlerInnen in der Genetik. Um die molekularen Grundlagen zu erforschen, haben Forschende des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Komplettgenome verschiedener Marderarten analysiert. Dabei konnten die WissenschaftlerInnen Strukturunterschiede im Genom der Wildtiere feststellen, die die genomische Vielfalt ausmachen. „Wir haben uns auf die Unterfamilie Guloninae konzentriert, da deren Vertreter eine besonders große Spannbreite ökologischer Nischen besetzt haben – von der allesfressenden Tayra (Eira barbara) in den Neotropen bis zum fleischfressenden Vielfraß (Gulo gulo) im ressourcenarmen Subpolarkreis“, erklärt
Lorena Derežanin, Doktorandin in der Leibniz-IZW-Abteilung für Evolutionsgenetik und Erstautorin des Aufsatzes. „Dies ist die erste Untersuchung, die die Genome ökologisch unterschiedlicher Arten innerhalb dieser vielfältigen Unterfamilie vergleicht und Aufschlüsse darüber gibt, wie sich diese Arten entwickelt haben“, sagt Klaus-Peter Koepfli, Senior Research Scientist an der George Mason University in den USA und Koautor des Aufsatzes. Die Forschenden belegen mit ihren Studienergebnissen, dass die beobachteten strukturellen Varianten in Zukunft bei Genomstudien von Wildtieren berücksichtigt werden sollten. „Unsere Ergebnisse sind wichtig, da sie zeigen, dass alle Mechanismen berücksichtigt werden müssen, die zu Genomvariationen führen können, einschließlich solcher, die die Anzahl und Funktion von Genen in einem Genom schnell verändern können“, resümiert Derežanin abschließend.

25.05.2022: Fischseuche erreicht den Harz

Eine Fischseuche, die vorwiegend Lachse und Regenbogenforellen befällt, ist in einem Aquakulturbetrieb im Harzkreis nachgewiesen worden. Ausgelöst wird die Seuche durch das Virus der Infektiösen Hämatopoetischen Nekrose (IHN). Vermutungen liegen nahe, dass das IHN-Virus über Fisch-Zukäufe aus Dänemark in den Betrieb gelangt ist. Vor fast genau einem Jahr war die Seuche in einer dänischen Forellenzucht aufgetreten. Seitdem wurde das Virus in zahlreichen anderen Fischzuchtbetrieben sowie in
Forellenseen des skandinavischen Landes nachgewiesen. Der Betrieb im Harz ist bis auf Weiteres amtlich gesperrt. IHN kann besonders bei sehr jungen Fischen zu hohen Verlusten führen. Erwachsene Fische hingegen können die Infektion überstehen, jedoch als Überträger neue Viren ausscheiden. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich. Der zuständige Amtstierarzt weist darauf hin, dass für Hobbyangler und auch all diejenigen, die mit Lachsfischen arbeiten, besondere Vorsicht und erweiterte Hygiene gelten sollte.

24.05.2022: Cytomegaloviren ließen Empfänger von Schweineherz sterben

Ein Patient, dem Anfang Januar 2022 in der Uniklinik Baltimore ein genetisch verändertes Schweineherz transplantiert worden war, ist knapp zwei Monate nach dem Eingriff gestorben. Die Todesurasche war eine Infektion des Transplantats mit Cytomegaloviren (PCMV), die trotz mehrerer Tests im Vorfeld der Operation nicht entdeckt worden waren. Forschende vermuten, dass diese Viren sich als sogenannte Schläfer im Körper aufhalten können. Auch antivirale
Medikamente und eine Antikörpertherapie konnten die Vermehrung der Cytomegaloviren im Körper des Mannes nicht verhindern. Laut Joachim Denner, Leiter der Arbeitsgruppe Virussicherheit der Xenotransplantation am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin, hätte die Verwendung genauerer Tests den Tod des Patienten vermutlich verhindern können. Dass das Herz jedoch zwei Monate lang funktioniert habe, sei ein ermutigender Aspekt, so der Wissenschaftler.

24.05.2022: ASP-Schutzzaun fertig gestellt

Als weitere Maßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist das letzte Teilstück des Schutzzauns entlang der deutsch- polnischen Grenze fertiggestellt worden. Erfreulicherweise wurden auch aus den Gebieten in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald keine weiteren ASP-Funde gemeldet. „Durch die konsequenten Bekämpfungsmaßnahmen wie Zaunbauten, Wildschweinentnahme und Fallwildsuche ist es bisher allen betroffenen Kreisen gelungen, eine weitere Seuchenausbreitung in Richtung Westen zu verhindern. Jetzt können wir in eine neue Phase der Seuchenbekämpfung eintreten“, erklärte Anna Heyer-Stuffer. Die Leiterin des ASP-Krisenstabs appelliert dringend an alle BürgerInnen, nach dem Passieren die Tore unbedingt wieder zu schließen, damit die Wildschweinbarrieren wirksam bleiben.
Nur wenn 12 Monate lang kein infiziertes Tier gefunden werde, können die Beschränkungen für das Verbringen von Hausschweinen aus der Sperrzone II aufgehoben werden. „Denn jeder neue ASP-Fund würde uns um Monate zurückwerfen“, mahnt Heyer-Stuffer. Der gerade fertiggestellte Schutzkorridor sorgt bei verschiedenen Naturschutzverbänden für scharfe Kritik. Die TierschützerInnen sehen in dem ASP-Zaun eine tödliche Falle für Wildtiere wie Rehe oder Hirsche. Um Mittel zu finden, wie die Beeinträchtigungen von Arten und Lebensräumen durch den Zaun verringert werden können, fordern sie einen Runden Tisch. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister, Dr. Till Backhaus, hat die Verbände für den morgigen Mittwoch (25.05.2022) zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen.

Hinweis

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.