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13.05.2022: Schweinswale in der Ostsee brauchen mehr Schutz

Am kommenden Sonntag (15.05.2022) wird der internationale Tag des Ostsee-Schweinswals gefeiert. Anlässlich dieses besonderen Tages macht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die bedrohliche Situation der Meeressäuger aufmerksam. Denn für die Ostseeschweinswale, von denen es aktuell in der zentralen Ostsee nur noch rund 500 Tiere gibt und die akut vom Aussterben bedroht sind, wird es immer schwieriger, ruhige Rückzugsorte und genug Nahrung zu finden. „Nicht mal in seinen eigenen Schutzgebieten ist der Schweinswal vor der Fischerei und dem ständigen menschengemachten Lärm sicher. Das muss sich endlich ändern, damit unser einziger heimischer Wal eine Chance zum Überleben hat", mahnt BUND-Vorsitzender Olaf Bandt. Die ausgewiesenen Schutzgebiete bestehen laut Bandt meist nur auf dem Papier,
denn Fischerei und Schifffahrt wurden bislang kaum eingeschränkt. Der BUND fordert daher eindringlich, die Schutzgebiete in der deutschen Ostsee endlich zu sicheren Rückzugsorten für Meerestiere zu machen. Das von der EU beschlossene Verbot der Stellnetzfischerei zwischen November und Januar geht dem Bund nicht weit genug. „Wir begrüßen die neuen Maßnahmen, aber für die dramatische Situation des Ostseeschweinswals sind sie einfach nicht ausreichend. Stellnetze müssen aus allen Schutzgebieten ganzjährig verbannt werden, wenn wir es mit der Rettung der Schweinswale wirklich ernst meinen", lautet Bandts Forderung an die Bundesregierung. „Wir brauchen jetzt eine mutige Meereswende, wie sie von der neuen Bundesregierung angekündigt wurde. Eine Meereswende, die den Ostseeschweinswal aufatmen lässt", so der BUND-Vorsitzende.

GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.