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26.04.2021: Verfahren zur Genom-Editierung entwickelt

WissenschaftlerInnen der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, Hühner und Schweine zu generieren, die gezielt gentechnisch verändert werden können. „Die von uns generierten Tiere liefern die Genschere – das Cas9-Protein – gleich mit. Es müssen also nur noch die leitenden RNAs eingebracht werden, um Tiere zu bekommen, die bestimmte genetische Eigenschaften haben“, erklärt Benjamin Schusser, Professor für Biotechnologie der Reproduktion an der TUM. „Die initiale Generierung der Tiere dauerte rund drei Jahre. Cas9 kann nun in allen Entwicklungsstadien der Tiere verwendet werden, da jede Zelle des Körpers dauerhaft das Cas9 Protein besitzt. Wir konnten sowohl Anwendungen in Hühnerembryonen als auch in lebenden Schweinen zeigen.“ Bislang wurde lediglich an Mäusen geforscht, obwohl beispielsweise Schweine der menschlichen
Physiologie ähnlicher sind. Die ForscherInnen können nun molekulare Mechanismen von Krankheitsresistenzen oder biomedizinische Fragestellungen im Nutztier effizient untersuchen sowie Ziel-Gene in Wunschorganen der Nutztiere verändern. Dies reduziert auch die Anzahl an Versuchstieren. „Das Vorhandensein von Cas9 in den Zellen beschleunigt und vereinfacht die Prozesse nun deutlich“, sagt Angelika Schnieke, Professorin für Biotechnologie der Nutztiere an der TUM. „Die mit Cas9 ausgestatteten Tiere ermöglichen etwa, dass tumor-relevante Gene gezielt inaktiviert werden und die Krebsentstehung simuliert werden kann.“ Schusser ergänzt: „Der Mechanismus des CRISPR/Cas9 Systems kann außerdem zur Bekämpfung von Infektionen mit DNA-Viren nützlich sein. Erste Arbeiten in Zellkulturen zeigten, dass das für das Geflügel- Herpesvirus schon funktioniert.“

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