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17.11.2021: Schwedens Corona-Sonderweg hat zur Ausbreitung geführt

Während der ersten Infektionswelle der Corona-Pandemie, als ein europäisches Land nach dem anderen die ersten Lock Downs beschloss, hat sich Schweden mit allgemeinen Beschränkungen zurückgehalten. Unter dem Motto „Wir vertrauen einander. Wir brauchen keine Verbote.“ (Zitat Ministerpräsident Stefan Löfven) hat das Land kaum Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ergriffen. Der Sonderweg des skandinavischen Landes wurde entsprechend kontrovers diskutiert. Nun konnten internationale Forschende aus Schweden, Norwegen und Australien durch eine aktuelle Studie belegen, dass die schwedische Corona-Strategie dazu geführt hat, dass das Virus in andere Länder getragen wurde. Anhand der Analyse von 71.000
Patientenproben fanden die WissenschaftlerInnen heraus, dass Infektionsketten mit Ursprung in Schweden in mehreren hundert Fällen die Landesgrenzen überschritten haben. „Schweden war im ersten Jahr der Pandemie ein Nettoexporteur des Sars-CoV-2- Virus in unsere nordischen Nachbarländer", sagte John Pettersson von der Universität in Uppsala dem schwedischen TV-Sender SVT. Als Folge des Sonderwegs meldete Schweden extrem hohe Infektionszahlen, was die Entwicklung von Mutationen begünstigte. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schwedens Eindämmungsstrategie einen Einfluss auf die epidemiologische Situation im Land und in der gesamten nordischen Region hatte", heißt es weiter in der Studie.

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