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04.01.2022: Frankreich verbietet betäubungslose Ferkelkastration

In Frankreich ist die betäubungslose Ferkelkastration seit dem 1. Januar 2022 verboten. Die für die Kastration geforderte Betäubung darf in Frankreich von den Landwirten durchgeführt werden, sofern sie vorher eine entsprechende Schulung absolviert haben. Für die Schmerzausschaltung darf zunächst Lidocain zur Injektion verwendet werden. Nach abgeschlossenem Zulassungsverfahren soll auch Tri-Solfen Gel eingesetzt werden dürfen,
vorerst jedoch befristet. Frankreich ermöglicht somit anders als Deutschland den bei Tierärzten heftig umstrittenen „vierten Weg“, also die Kastration mit Lokalanästhesie. Uneinigkeit besteht aktuell auch noch über die Verteilung der zusätzlich entstehenden Kosten. Während sich zahlreiche französische Unternehmen vermehrt auf die Vermarktung von unkastrierten Ebern fokussieren wollen, hat Culture Viande hingegen verkündet, an der Kastration festhalten zu wollen.

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.