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05.01.2022: Tausende verendete Kraniche in Israel

Israel gehört zu den Ländern, in denen zahlreiche Zugvögel zwischenlanden, um sich für ihren Weiterflug nach Afrika auszuruhen. Das Hula-Tal im Norden des Landes wird jedes Jahr von Tausenden Kranichen angeflogen. Bislang sind dort bereits mindestens 5.000 der majestetischen Kraniche an der Geflügelpest verendet. Die massiven Infektionen mit dem H5N1- Virus schürt in der Bevölkerung große Ängste vor einer eventuellen neuen Pandemie. Denn bis dato hat die aviäre Influenza noch nie ein solches Ausmaß gezeigt. Umweltschutzministerin Tamar Sandberg beschreibt den Ausbruch als „schlimmsten Schlag für die Tierwelt in der Geschichte des Landes“. Zu den massiven Ausbrüchen bei Wildvögeln mussten auch bereits mehr als eine halbe Million Legehennen im nördlichen Israel aufgrund von Infektionen mit dem hochansteckenden Virus getötet werden. Der Verkauf der Eier der betroffenen Betriebe wurde seitens des Landwirtschaftsministeriums untersagt. Im Süden Israels gab es zudem inzwischen auch erste Ausbrüche in
Nutzgeflügelhaltungen. Aber auch in Europa breitet sich die Vogelgrippe immer weiter aus. „Wir erleben in Deutschland und Europa derzeit die stärkste Geflügelpest-Epidemie überhaupt“, teilte das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit der Deutschen Presse- Agentur mit. „Ein Ende ist nicht in Sicht, die betroffenen Länder reichen von Finnland über die Faröer Inseln bis Irland, von Russland bis Portugal.“ Die Furcht vor dem Überspringen des Virus auf den Menschen ist groß, denn der Subtyp H5N1 auch für Menschen als potenziell gefährlich. „Wir haben es mit einer komplexen und sich entwickelnden Situation zu tun, die viele Reaktionen erfordert“, sagte der zuständige Minister Oded Forer. Er habe den zollfreien Import von Eiern erlaubt, um einem drohenden Eiermangel vorzubeugen. Sein Ministerium empfiehlt den Bürgern, Eier und andere Hühnerprodukte gründlich zu kochen, um mögliche Viren oder Bakterien abzutöten. Zudem hat Umweltschutzministerin Tamar Sandberg angekündigt, die Jagd auf Wildtiere für die verbleibende Jagdsaison, die Ende Januar 2022 endet, zu verbieten.

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.