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06.01.2022: Union kritisiert Pläne für höhere Lebensmittelpreise

Die in der vergangenen Woche verkündeten Pläne des neuen Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir haben Kritik bei der CDU/CSU hervorgerufen. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von Landwirten, des Tierwohls und des Klimaschutzes fordert Özdemir höhere Lebensmittelpreise. Weiterhin lässt der Minister prüfen, ob der Verkauf von Lebensmitteln zu Preisen unterhalb der Produktionskosten unterbunden werden kann. Vor den staatlichen Eingriffen in den Lebensmittelmarkt warnte der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Albert Stegemann, da sich dadurch der Bürokratieaufwand maximal erhöhen und ein solches Verbot eher kontraproduktiv wirken würde.
Stattdessen fordert die Union erneut die Einrichtung einer Agrarmarketing-Agentur, die die regionale Vermarktung stärken könnte. „Damit kann eine zeitgemäße und Zielgruppen-orientierte Verbraucherkommunikation über gute Lebensmittel aus den Regionen funktionieren“, so Stegemann. Gerade in Zeiten allgemein steigender Kosten komme es auf eine soziale Ausgewogenheit der Ernährungspolitik an. Nicht alle könnten sich regelmäßig Bioprodukte leisten. „Wir wollen den Menschen nicht in den Kühlschrank hineinregieren, sondern sie mitnehmen auf dem Weg zu mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel“, erklärte Stegemann abschließend.

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.