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07.01.2022: Immer mehr Schweinebetriebe in Polen geben auf

Auch in Polen findet derzeit ein massiver Strukturwandel in der Schweinehaltung statt. Bereits mehr als 30.000 Halter mussten im vergangenen Jahr ihre Betriebe aufgeben. Grund dafür ist die starke Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die für 124 Ausbrüche in Agrarbetrieben gesorgt hat, und die damit verbundenen Restriktionen. Seit dem ersten Auftreten der Tierseuche sei dies der bislang schlimmste Verlauf, wie der Nationale Verband der Schweinehalter (POLPIG) mitteilt. Aber auch die anhaltende Corona- Pandemie und die quarantänebedingten Schließungen von Schlachtstätten sowie rekordhohe Futterpreise hätten die Lage weiter verschlechtert. Die am Markt zu realisierenden Erlöse für Schweinefleisch seien daher für viele bei weitem nicht mehr rentabel gewesen.
Von den Betriebsaufgaben sind überwiegend kleine Betriebe mit wenigen Schweinen betroffen, während der Rückgang bei den professionellen Unternehmen mit großen Beständen noch überschaubar geblieben sei. Es werde jedoch mit einem weiteren Voranschreiten des Strukturwandels gerechnet. Der Verband kritisiert zudem das zu spät auf den Weg gebrachte Hilfsprogramm der Regierung für Sauenhalter, die besonders hart betroffen sind. Die polnischen Schweinehalter hoffen nun auf eine Belebung der internationalen Nachfrage nach Schweinefleisch und damit auch auf eine verbesserte Rentabilität der Schweineproduktion im weiteren Jahresverlauf. Angesichts der wieder wachsenden Sorge um die ASP in Asien und international zuletzt rückläufiger Notierungen scheint diese Hoffnung allerdings trügerisch.

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.