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11.05.2022: Innovationsfreundlichen Rahmen zum Wohle der Tiere nutzen

Die Tiergesundheitsbranche befindet sich derzeit in einem Wandel. Während die Corona-Pandemie für einen starken Anstieg im Hobbytierbereich (60% des Marktes) sorgte und zu einem Wachstum bei den Tierarzneimitteln (+ 3,2%) führte, sinken die Nutztierzahlen weiterhin. Der Agrarsektor sei geprägt von einer Unsicherheit, der mit Planungssicherheit und verlässlichen Rahmenbedingungen begegnet werden sollte, wie Dr. Sabine Schüller, Geschäftsführung des Bundesverbandes für Tiergesundheit (BfT), bei der Mitgliederversammlung des Verbandes betonte. „Neue Entwicklungen und Lösungen für die Tiergesundheit können sich nur in einem stimulierenden Umfeld entfalten. Signale einer verstärkten Technologieoffenheit, um Herausforderungen zu meistern, werden in unserer innovationsstarken Branche positiv aufgenommen“, erklärt Jörg Hannemann, Vorsitzender des Bundesverbandes für Tiergesundheit (BfT). „Bei der Neuausrichtung der gesellschaftspolitischen Wertegefüge müssen Stellenwert und Beitrag der Tiergesundheit,
die Krankheitsvorbeuge und das frühzeitige Erkennen und Eingreifen als wichtige Elemente in den Strategien fest verankert werden“, betonte er. Die neue Tierarzneimittelgesetzgebung, die am 28. Januar 2022 in Kraft getreten ist, sollte eigentlich die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln verbessern. Die Umsetzung einiger Vorgaben zeige jedoch einige unerwünschte Konsequenzen auf, unter anderem die erforderlichen Anpassungen zur Guten Vertriebspraxis nach neuer Verordnung, die sich als Kostentreiber herauskristallisiert hat, wie Hannemann weiter ausführte. Strikte Vorgaben zur Anwendung schränken den notwendigen, fachlich begründeten Handlungsspielraum bei der Versorgung der Tierärzte unerwartet ein. Großes Augenmerk müsse weiterhin darauf liegen, einen verlässlichen und innovationsfreundlichen Rahmen zu schaffen, damit sich das Potential zum Wohl der Tiere voll entfalten kann. Vor dem Hintergrund der neuen Gesetzgebung verabschiedeten die Mitgliedsunternehmen auch aktualisierte Fassungen von Verbandssatzung und Verhaltenskodex.

GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.