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11.05.2022: Hitzestress bei Kühen vermeiden

Der Sommer steht vor der Tür und seit einigen Jahren sind Wettextreme auch in Deutschland keine Seltenheit mehr. Zudem könnte die durchschnittliche Jahrestemperatur durchaus bis zum Jahr 2050 um weitere 2 C° steigen, wie ExpertInnen prognostizieren. Besonders für Mutterkühe auf der Weide kann der gefährliche Hitzestress schon bei Temperaturen ab 22 Grad beginnen, wie Eduard Zentner von der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein (Österreich) erklärt. Je höher die Luftfeuchtigkeit wird, desto schwieriger ist es für die Kuh, sich über die Verdunstung von Körperflüssigkeiten bei der Atmung und beim Schwitzen abzukühlen. „Bei einer sehr niedrigen Luftfeuchte wiederum können
die Schleimhäute austrocknen. Für Erreger jeglicher Art ist es so ein Leichtes, in den Organismus des Rindes einzudringen“, erläuterte der Österreicher bei einer Online- Veranstaltung vom Fokus Netzwerk Tierwohl. Mutterkuhhalter können Hitzestress weitgehend mindern, indem sie für ausreichend Wasser und Schatten sowie viel Rohfaser sorgen. Hitzestress bei Kühen äußert sich unter anderem durch Maulatmung sowie durch einen gestreckten Kopf und Hals. Die Tiere zeigen zudem eine verminderte Fresslust, was zu Stoffwechselerkrankungen oder sogar Aborten führen kann. Das Netzwerk Fokus Tierwohl hat zum Thema Hitzestress einen Podcast herausgebracht, der auf der Internetseite zum Download kostenfrei zur Verfügung steht.

GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.