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17.05.2022: Ukraine-Krieg zentrales Thema der G7-Agrarministerkonferenz

Bei dem Treffen der G7-Agrarministerinnen und -Agrarminister am vergangenen Wochenende standen der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine, dessen Folgen für die Ukraine selbst, sowie die Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit weltweit im Fokus der Verhandlungen. Als dringlichste Maßnahme beschlossen die Teilnehmenden, länger andauernde Hilfsmaßnahmen für die Ukraine zu ergreifen. „Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine hat den Takt für unser Treffen vorgegeben. Nicht nur die Klimakrise bedroht die Ernährungssicherheit, sondern auch der Krieg hat den Druck auf die globalen Ernährungssysteme erhöht. Putins Krieg verstärkt den Hunger in der Welt. Wir haben uns dazu verpflichtet, die Ukraine mit länger andauernden Maßnahmen zu unterstützen: Wir sichern weiterhin die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung und wir helfen der ukrainischen Landwirtschaft, wo immer es geht. Und wir unterstützen die Ukraine bei der Wiederaufnahme ihrer landwirtschaftlichen Exporte", erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir.
So konnte zwischen den AgrarministerInnen auch eine Einigung erreicht werden, dass die Preise von Produktions- und Lebensmitteln stärker überwacht werden müssen, damit früher auf Entwicklungen reagieren werden kann. Das Ziel sei zudem, die Märkte zu stabilisieren und keine übermäßige Lagerhaltung von Agrarprodukten zuzulassen, wie Özdemir betonte. „Wir sprechen uns gegen Exportstopps aus und rufen dazu auf, die Märkte offen zu halten. Mit Sorge haben wir heute auch diskutiert, dass einige Länder einen Exportstopp bei Weizen oder Palmöl verhängt haben. Wir appellieren an alle Länder, ihrer Verantwortung gerecht zu werden", so der Bundesminister. Auch die Klimakrise war Thema des Agraministertreffens. Die AgrarministerInnen kamen gemeinsam zu dem Schluss, dass sowohl Hunger und Klimakatastrophen als auch Artensterben zusammen bekämpft werden müssen. „Das Recht auf Nahrung setzen wir nur um, wenn wir Landwirte weltweit in die Lage versetzen, die Produktivität nachhaltig zu steigern und widerstandsfähige Ökosysteme stärken" sagte Özdemir abschließend.

GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.