News - Archiv

25.05.2022: Genomische Vielfalt bei Marderartigen

Marderartige konnten sich im Laufe der Evolution besonders gut an Veränderungen anpassen. Dazu gehören neben der Ernährung auch die Fortpflanzung und der Körperbau. Den Grund für diese besondere Anpassungsfähigkeit sehen WissenschaftlerInnen in der Genetik. Um die molekularen Grundlagen zu erforschen, haben Forschende des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Komplettgenome verschiedener Marderarten analysiert. Dabei konnten die WissenschaftlerInnen Strukturunterschiede im Genom der Wildtiere feststellen, die die genomische Vielfalt ausmachen. „Wir haben uns auf die Unterfamilie Guloninae konzentriert, da deren Vertreter eine besonders große Spannbreite ökologischer Nischen besetzt haben – von der allesfressenden Tayra (Eira barbara) in den Neotropen bis zum fleischfressenden Vielfraß (Gulo gulo) im ressourcenarmen Subpolarkreis“, erklärt
Lorena Derežanin, Doktorandin in der Leibniz-IZW-Abteilung für Evolutionsgenetik und Erstautorin des Aufsatzes. „Dies ist die erste Untersuchung, die die Genome ökologisch unterschiedlicher Arten innerhalb dieser vielfältigen Unterfamilie vergleicht und Aufschlüsse darüber gibt, wie sich diese Arten entwickelt haben“, sagt Klaus-Peter Koepfli, Senior Research Scientist an der George Mason University in den USA und Koautor des Aufsatzes. Die Forschenden belegen mit ihren Studienergebnissen, dass die beobachteten strukturellen Varianten in Zukunft bei Genomstudien von Wildtieren berücksichtigt werden sollten. „Unsere Ergebnisse sind wichtig, da sie zeigen, dass alle Mechanismen berücksichtigt werden müssen, die zu Genomvariationen führen können, einschließlich solcher, die die Anzahl und Funktion von Genen in einem Genom schnell verändern können“, resümiert Derežanin abschließend.

GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.