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17.06.2022: Population der Menschenaffen stark gefährdet

Die Lage der Menschenaffen hat sich in letzten beiden Jahrzehnten dramatisch verschlechtert. „Wenn sich nicht bald etwas Entscheidendes ändert, wird die Lage speziell der Menschenaffen in der Wildnis dramatisch", warnt Jörg Junhold, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) und Direktor des Leipziger Zoos. „Alle wild lebenden Populationen haben in den vergangenen 20 Jahren mindestens 35 Prozent eingebüßt, am härtesten traf es die Bonobos mit einem Verlust von bis zu 50 Prozent." Nach Einschätzungen des Verbandes gibt es aktuell wahrscheinlich insgesamt noch jeweils 300.000 Gorillas und Schimpansen, 150.000 Orang-Utans und nur noch etwa 20.000 Bonobos. Da die bestehenden Schutzgebiete nicht ausreichen, um die Population der Menschenaffen zu stabilisieren, und zusätzlich der
Klimawandel sowie die intensive Landnutzung für den Populationsrückgang sorgten, steige die Bedeutung der Zoos in Zukunft, so Junhold. „Bei unserer Kernaufgabe, der Pflege und Zucht bedrohter Arten, hat es gerade bei Menschenaffen enorme Fortschritte gegeben", sagt Junhold einschätzend. Der VdZ-Präsident appelliert an die PolitikerInnen, die Bildungsarbeit in Zoos zu unterstützen: „Nutzen Sie unsere Möglichkeiten! Jedes Jahr begeistern wir Millionen Kinder und Erwachsene für den Schutz unter anderem der Menschenaffen. Wir als Zoogemeinschaft wissen, dass die Haltung von bedrohten Arten in menschlicher Obhut Teil der Lösung der aktuellen Krise ist. Deswegen gehen wir davon aus, dass diesem Umstand in der kommenden nationalen Biodiversitätsstrategie Rechnung getragen wird."

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